Wanderungen im Wallis: 10 herbstliche Routen

Unsere liebsten Herbst-Wanderungen im Süden der Schweiz

Wanderungen im Wallis – der Kanton im Süden der Schweiz lädt mit seinen rauen Bergen, mystischen Tälern, den über 8000 Wanderwegen und atemberaubenden Landschaften dazu ein, das Land zu Fuß zu erkunden.

Gerade jetzt, wo Corona uns wieder fest im Griff hat, bietet es sich an, die großen Menschenmengen in den Städten zu meiden und sich allein oder mit wenigen anderen auf den Weg in die Natur zu machen.


Das ist seit unserem Umzug in die Schweiz unsere liebste Wochenend- und Feierabendbeschäftigung. Dabei haben wir viele tolle Wanderwege und Routen im Wallis entdeckt, die wir euch in diesem Beitrag vorstellen und für eine ausgedehnte Herbsttour empfehlen möchten.

Wandern im Wallis: nachhaltig anreisen

Wir haben darauf geachtet, dass ihr alle Touren auch dann problemlos machen könnt, wenn ihr mit den Öffentlichen unterwegs seid. Als Start und Ziel haben wir daher immer größere Orte mit Bahnhöfen angegeben.

Natürlich könnt ihr auch mit dem Auto unterwegs sein, das bietet sich aber eigentlich nur bei Rundwanderungen an. Zudem lässt sich das Wallis toll mit Bus & Bahn erkunden, ein Auto braucht ihr gar nicht unbedingt.

Auch wir sind überwiegend mit Bus und Bahnen unterwegs, besitzen kein eigenes Auto und nutzen nur das Elektro-Auto vom Carsharing, wenn es uns eine große Ersparnis gegenüber der Anreise mit den öffentlichen Verkehrsmitteln bringt. Alle Wege sind also genau so von uns approved und absolut machbar.

Visp – Eggerberg – Ze Steinu – Eggen – Eggerberg – Visp
// Rundwanderung Baltschiedertal

Short bridge in Baltschiedertal over Baltschiederbach in Wallis, Switzerland
Der Baltschiederbach aus der Vogelperspektive

Start: Bahnhof Visp
Ziel: Bahnhof Visp

Wir starten am Bahnhof Visp und spazieren durchs Wohngebiet bis nach Baltschieder. Hier folgt dann der erste Aufstieg. Über Eggerberg steigen wir hoch bis auf ca. 900 Meter. Zwischendurch genießen wir immer wieder die Aussicht über Visp und das Rhonetal. Zugegeben, über das Visper Industriegebiet muss man hinwegsehen, doch dann lohnt sich der Blick allemal.

Über Weiden und Wiesen geht es nun allmählich in das Baltschiedertal hinein. Schmale Pfade schlängeln sich durch noch immer grüne Abschnitte, bis es allmählich wieder hinuntergeht. Wir überqueren den Baltschiederbach und laufen von nun an auf der anderen Seite des Tals weiter. Nach und nach legen wir wieder einige Höhenmeter zurück, bis wir auf 1200 Metern am Rastplatz Ze Steinu ankommen.

Hier legen wir eine kleine Pause am rauschenden Bach ein, frühstücken und laufen dann ein kleines Stück den Weg zurück, den wir gekommen sind. Etwas, was wir auf unseren Wanderungen im Wallis möglichst immer versuchen zu vermeiden, aber hier handelt es sich wirklich nur um ein kleines Stück. Dann biegen wir auch schon nach links ab und nehmen eine kleine Brücke auf die andere Seite des Tals.

Hier wandern wir auf einem schmalen Pfad dicht am Abgrund. Links von uns eine plätschernde Suone und rauer Felsen. Die Sonne strahlt uns direkt ins Gesicht. Wir laufen an kleinen Wasserfällen vorbei, durch düstere Felsen und genießen die Aussicht ins Rhonetal. Schließlich kommen wir in Eggen an. Hier könnt ihr in einer kleinen Gaststätte einkehren oder ihr macht euch direkt auf den Weg über Eggerberg zurück zum Bahnhof nach Visp.

  • Dauer: ca. 4,5 h
  • Schwierigkeit: Mittel
  • Strecke: 15 km
  • Höhe: 650 m
  • Highlight: Der Rückweg mit seinen ausgesetzten Stellen, kleinen Wasserfällen und Wegen, die durch Felsen führen
Hiking Wallis: Baltschiedertal Map

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Bettmeralp – Grosser Aletschgletscher – Aletschwald – Belalp

Hiking at Grosser Aletschgletscher in Wallis, Switzerland
Der beeindruckende Blick auf den Grossen Aletschgletscher

Start: Bahnhof Talstation Betten
Ziel: Belalp Station

Wir starten die Tour an der Bahnstation in Betten. Hinaus aus dem Zug, die Treppen hoch, und schon sind wir in der Seilbahn hoch zur Bettmeralp. Wenn ihr mit dem Auto anreist, müsst ihr das übrigens auch im Tal stehen lassen, denn die Bettmeralp ist komplett autofrei.

Dann geht es los: Ab nach oben zum Gletscherrand. Wenn ihr früh genug unterwegs seid, habt ihr hier auf jeden Fall die Chance, ein paar Murmeltiere zu entdecken, kurz bevor sie sich in den Winterschlaf begeben.

Nachdem wir den größten Gletscher der Alpen einige Zeit bestaunt haben, geht es weiter den Gletscherrand entlang und langsam durch den Aletschwald hinab. Wenn es nicht gerade strahlender Sonnenschein, sondern vielleicht etwas verregnetes Herbstwetter ist, empfehlen wir euch hier wasserfestes Schuhwerk, da sich schon bei Nieselregen kleine Bäche bilden, durch die ihr stapfen müsst.

Wir orientieren uns an dem Wegweiser zur Hängebrücke und überqueren diese, bevor es über große Felsen wieder bergauf geht. Die 500 Höhenmeter, die wir soeben hinabgestiegen sind, wollen wir wieder hinauf. Erst recht steil, dann immer gemächlicher, bis wir neben dem Gibidumstausee auf eine kleine Ansammlung von Hütten und Kapellen treffen. Mit etwas Glück lauft ihr durch Kuh-, Schaf- und Ziegenherden, sofern sie noch nicht wieder im Tal grasen.

Nachdem wir so eine ganze Weile ohne Steigung spazieren, geht es auf den letzten Metern hoch zur Belalp immer steiler zu. Es wäre gelogen, wenn wir sagen würden, dass diese Tour nicht zu unseren anstrengendsten Wanderungen im Wallis gehören würde – dafür zählt sie aber garantiert auch zu den schönsten.

Von der Belalp aus machen wir uns nach einem Bier mit der Seilbahn auf nach Blatten. Hier steigen wir in den Bus, der uns zum Bahnhof nach Brig bringt.

  • Dauer: ca. 6,5 h
  • Schwierigkeit: Schwer
  • Strecke: 17 km
  • Höhe: 1010 m
  • Highlights: Der Blick auf den größten Gletscher der Alpen, die Hängebrücke, das grüne Tal mit seinen kleinen Hütten und Kapellen
Wandern Wallis: Bettmeralp Belalp Grosser Aletschgletscher Aletschwald

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Raron – St.German – Hohtenn – Gampel-Steg
// Lötschberger Südrampe

Wanderung an der Baltschiederbrücke im Herbstwetter
Auch an verregneten Herbsttagen ist die Bietschtalbrücke ein Hingucker

Start: Bahnhof Raron
Ziel: Bahnhof Gampel-Steg

Die kurze, aber schöne Runde starten wir am Bahnhof in Raron. Durch den alten Dorfkern hindurch geht es vorbei an der beeindruckenden Burgkirche in Richtung St. German. Beide Dörfer sind wunderschön und eine kleine Rundtour wert, wenn ihr die Zeit für einen kurzen Abstecher habt.

Kurz vor St. German biegen wir scharf links ab und steigen mit einem tollen Blick auf die Weinfelder hinauf nach oben. Ca. 300 Höhenmeter legen wir zurück, dann sind wir auf dem von der BLS angelegten Weg angekommen.

Tatsächlich gehört der Lötschberger Höhenweg eher zu den bekannteren Wanderungen des Wallis, es kann am Wochenende also durchaus sein, dass ihr hier ein paar kleineren Grüppchen begegnet.

Oben angekommen laufen wir erst ein kleines Stück in das Bietschtal hinein. Auf einem breiten, gut ausgebauten Weg passieren wir immer wieder kleine Felstunnel, denn früher lagen hier einmal Schienen, die den Bau der Lötschberger Bahnlienie erleichterten. Auf dem Weg haben wir einen tollen Blick auf die Bietschtalbrücke, die wir bald nutzen, um das Tal zu überqueren.
Nun geht es wieder raus aus dem Tal. Wer mag, legt wie wir oberhalb von Raron an einem kleinen Lokal am Wegesrand eine Pause ein und trinkt einen warmen Tee mit Blick ins Tal.

Anschließend geht es weiter, immer direkt am Hang entlang in Richtung Niedergesteln. Oberhalb des kleinen Dorfes erwarten uns nun eine kurze Hängebrücke über die Jolischlucht und ein hübscher, schmaler Suonen-Wanderweg. Besonders in der Abendsonne entsteht hier eine tolle Stimmung, die die Strecke noch schöner macht.

Nach ca. 8 km landen wir dann in Hohtenn. Von hier aus steigen wir hinab nach Gampel-Steg, wo wir am Bahnhof in den nächsten Zug steigen.

  • Dauer: ca. 3 h
  • Schwierigkeit: Leicht
  • Strecke: 9 km
  • Höhe: 380 m
  • Highlights: die Burgkirche, die Bietschtalbrücke, der abenteuerliche Weg in der Jolischlucht
Wandern im Wallis: Karte Raron Gampel-Steg

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Bürchen – Moosalp – Törbel

Kleiner See auf der Moosalp, Wallis, Schweiz
Spätsommerliche Atmosphäre auf der Moosalp

Start: Visp Bahnhof
Ziel: Visp Bahnhof

Am Visper Bahnhof starten wir diese Route. Mit dem Bus geht es bis nach Bürchen, von dort aus laufen wir. Im Sommer fährt der Bus sogar weiter bis zur Moosalp, damit ist im Herbst aber Schluss. Gut für uns, denn das bedeutet, dass es leerer ist und wir mehr Natur für uns haben.

Durch viel Wald, ein paar Lichtungen und über Wiesen geht es für uns nach oben. Vorbei an kleinen Seen und plätschernden Bächen. Oben auf der Alp angekommen bestaunen wir den Blick auf das Bietschhorn. Vom Aussichtspunkt „Stand“ blicken wir in die andere Richtung auf die Weisshorngruppe.

Die Sonne scheint und trotz der kühlen Herbstluft wird es hier wunderbar warm. Die Ruhe und die Aussicht sind einfach einmalig. Wer mag, kann den Weg zurück nach Bürchen wandern, aber auch von Törbel oder Zeneggen fahren Busse bis an den Visper Bahnhof.

Optional führen auch zahlreiche, zum Teil steile Wanderwege hinab ins Rhonetal.

  • Dauer: ca. 4,5 h
  • Schwierigkeit: Mittel
  • Strecke: 12 km
  • Höhe: 550 m
  • Highlights: der Blick auf das Bietschhorn, die Spiegelungen im See, Aussicht auf die Weisshorngruppe

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Fafleralp – Anengletscher – Anenhütte – Fafleralp
// Rundwanderung Lötschental

grundsee at lötschental, wallis, switzerland
Sonnenuntergang am Grundsee im Lötschental

Start: Bahnhof Gampel-Steg // Mit dem Auto: Fafleralp
Ziel: Bahnhof Gampel-Steg // Mit dem Auto: Fafleralp

Das magische Tal hat sich seinen Namen wirklich verdient – uns hat das Lötschental auf Anhieb verzaubert.

Mit dem Bus geht es bequem vom Bahnhof Gampel-Steg hoch zur Fafleralp. Dort startet eine der für uns schönsten Wanderungen des Wallis: Der Themen- und Lehrpfad „sehen und verstehen“. Wir haben die Tour ein wenig abgewandelt und sind noch ein Stückchen näher zum Gletscher gewandert, aber das könnt ihr ganz spontan entscheiden.

Eines unserer Highlights war es auf jeden Fall, nach ca. 2-3 Stunden die Anenhütte zu erreichen und hier vor einer wundervollen Kulisse eine heiße Suppe zu essen (ja, sie war sogar vegan!). Wir können diesen Zwischenstopp jedem empfehlen und raten euch deshalb, möglichst früh im Herbst loszuwandern, bevor die Hütte schließt.

Aber auch, falls ihr das letzte Hüttenwochenende verpasst habt, ist die Wanderung zum Langgletscher ein absoluter Tipp. Im schmalen Tal wandert ihr entlang des kleinen Flusses Lonza, umgeben von schneebedeckten Bergen und einer wunderbar herbstlichen Atmosphäre. Geht die Sonne unter, taucht sie das Tal in ein gelb-goldenes Licht, das nochmal die gesamte Schönheit des Lötschentals unterstreicht.

Über den Status der Wanderwege und Hütten könnt ihr euch auf der Website vom Lötschental informieren: https://www.loetschental.ch/

  • Dauer: ca. 5 h
  • Schwierigkeit: Mittel
  • Strecke: 12 km
  • Höhe: 660 m
  • Highlights: die beeindruckende Landschaft, die heiße Suppe in der Anenhütte
Wanderung Lötschental Fafleralp Wallis

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Raron – St. German – Baltschiedertal – Rarnerchumma – Raron //Rundwanderung

church on a hill in raron swiss alps
Die Rarner Burgkirche

Start: Bahnhof Raron
Ziel: Bahnhof Raron

Was als kleine Runde angedacht war, entwickelte sich bei unserer Tour im Spätsommer zu einer der längsten und anstrengendsten Wanderungen im Wallis. Das Gefühl, unser Ziel dann aber endlich erreicht zu haben, war einmalig. Aber der Reihe nach:

Gestartet sind wir in Raron. Vorbei am Dorfplatz, hoch zur Burgkirche und nach St. German. Von hier aus ca. 300 Höhenmeter hinauf zur Lötschberger Südrampe. Der folgen wir hinein ins Bietschtal, nehmen hier aber nicht den Weg über die Bietschtalbrücke auf die andere Seite des Tals, sondern laufen immer weiter hinein und lassen die Brücke links von uns liegen. Dabei geht es stetig, aber nicht besonders steil bergauf, was den Weg recht bequem macht.

Dichte Wälder und bunte Blumenwiesen wechseln sich hier ab, wir wandern durch eine große Yak-Weide, können aber leider keines der asiatischen Rinder finden. Vermutlich, weil sie zu diesem Zeitpunkt noch weit höher unterwegs sind, denn sie leben hier auf bis zu 3000 m ü.M. Wer etwas später im Jahr kommt, hat sicherlich mehr Glück als wir.

Zwischendurch legen wir öfter kleine Pausen am Ufer des Bietschbachs ein. Nach gut 3,5 Stunden wandelt sich die Landschaft, die Bäume werden weniger, statt wilder Blumen finden wir Erd- und Himbeeren. Je weiter wir ins Tal hineinwandern, desto karger und steiniger wird die Landschaft. Irgendwann finden wir kaum noch Erd- und Himbeeren, dafür jede Menge Heidelbeeren. Auch der Wanderweg verschwindet immer wieder. Irgendwann so sehr, dass wir uns dazu entscheiden, im Flussbett zu laufen.

Inzwischen steht die spätsommerliche Mittagssonne hoch oben und brennt uns in den Nacken. Hinter einem einzelnen kleinen Baum suchen wir Schatten, immer wieder füllen wir unsere Wasserflaschen im Bach auf. Rund eine bis zwei Stunden laufen wir so durch das steinige Flussbett, bis wir irgendwann den Fuß des Bietschhorns erreicht haben, das sich bis auf knapp 4000 Meter über uns erstreckt.

Nachdem wir die Sicht eine Weile genossen haben, machen wir uns auf den Rückweg. Hier laufen wir lange Zeit genau den Weg, den wir gekommen sind, da in dem schmalen Tal gar kein Platz für einen zweiten Weg ist. Zum Abschluss überqueren wir aber die Bietschtalbrücke und legen noch einen kleinen Stopp in dem Lokal oberhalb der kleinen Siedlung Rarnerchumma ein.

Dann geht es steil bergab, erst durch die kleine Häuseransammlung, dann durch Weinfelder, bis wir in Raron ankommen und die letzten Meter auf dem Weg nach Hause antreten.

  • Dauer: ca. 7,5 h
  • Schwierigkeit: Mittel-Schwer
  • Strecke: 17 km
  • Höhe: 1220 m
  • Highlights: der abwechslungsreiche Weg, am Fuß des Bietschhorns zu stehen
Wanderung Wallis Baltschiedertal raron St. German

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EischollGruben (Turtmanntal)

Village of Eischoll in autumn
Eischoll in der Golden Hour

Start: Bahnhof Raron
Ziel: Bahnhof Turtmann

Unsere Tour startet wieder in Raron. Von hier aus geht es zu Fuß zur Luftseilbahn, die uns nach Eischoll bringt. Durch den wunderschönen historischen Ortskern geht es gemütlich einige Höhenmeter hinauf. Wir spazieren gemütlich durch den Wald und biegen kurz vor dem Dorf Ergisch ins Turtmanntal ab. Hier geht es weiter über Stock und Stein, mal durch dichten Wald und mal über exponierte Felder.

Das schmale, aber sehr wilde Tal ist sehr naturbelassen, neue Häuser dürfen nicht gebaut werden. So ist es wenig verwunderlich, dass sich hier zahlreiche Tiere und unter anderem auch mindestens ein Pärchen Steinadler niedergelassen haben.

Auf unserem Weg geht es zunächst stetig bergauf. Auf ca. 1800 Metern steigen wir aber allmählich wieder hinab, um unten im Tal die Turtmänna, den Fluss, der das Tal durchfliesst, zu überqueren. Auf ca. 1400 Metern ermöglicht uns das eine kleine schmale Holzbrücke. Nachdem wir diese hinter uns gelassen haben, biegen wir links ab und wandern weiter in das Tal hinein. Dabei passieren wir eine kleine Kapelle, die inmitten von Tannen auf einem Felsvorsprung thront – ein absolutes Highlight unserer Wanderungen im Wallis.

Durch das wunderschöne Tal geht es dann für uns weiter und auch wieder ein Stück bergauf bis nach Gruben. Hier gibt es einige Einkehrmöglichkeiten, die zu einem Bier einladen, wenn Corona es zulässt.

Praktisch: Bis Mitte September bringt euch von hier regelmäßig ein Bus zur Luftseilbahn nach Oberems. Dort fahrt ihr bis nach Turtmann, wo ihr nach weiteren 15 Minuten Fußweg am Bahnhof angekommen seid.
Infos zur Öffnung der Straße und dem Busfahrplan findet ihr auf https://www.turtmanntal.ch/

Kapelle auf einem Felsen im Turtmanntal, Wallis, Schweiz
Die Kapelle Vollenstein im Walliser Turtmanntal
  • Dauer: ca. 7 h
  • Schwierigkeit: Mittel-Schwer
  • Strecke: 17 km
  • Höhe: 1180 m
  • Highlights: die kleine Kapelle auf einem Felsen
Wanderung Turtanntal Wallis

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Fürgangen – Mühlebach – Chäserstatt – Mühlebach – Fürgangen
// Rundwanderung

Die GOMS Bridge im Morgenlicht, Wallis, Schweiz
Die GOMS Bridge im Morgenlicht



Start: Bahnhof Fürgangen-Bellwald
Ziel: Bahnhof Fürgangen-Bellwald

Diese Wanderung im Wallis startet gleich mit einem Highlight: Na gut, zumindest fast. Ihr steigt nämlich am Bahnhof Fürgangen-Bellwald aus und spaziert ca. 5 Minuten zur GOMS Bridge.
Die wunderschöne Hängebrücke ist vor allem am Morgen toll, wenn sie noch leer ist und die Sinne langsam hinter den Bergen aufgeht und die Szene in ein warmes Licht taucht.

Nachdem wir die Brücke überquert haben spazieren wir ein wenig durch die wunderschönen Dörfer Mühlebach und Ernen, bis wir uns auf den Weg nach Chäserstätt machen. Dafür verlassen wir das kleine Örtchen Mühlebach und spazieren auf einer breiten, asphaltierten Straße nach oben. Immer wieder haben wir einen unglaublichen Blick auf das Tal. Nach einer Weile verlassen wir die Straße und folgen einem kleinen Wanderweg durch den Wald.

Dieser bringt uns auf 1777 m nach Chäserstatt. Hier trinken wir selbstgebrautes Bier und genießen die Aussicht auf die umliegenden Alpen, das Tal und die kleinen Dörfer.

Nach dieser kurzen Pause machen wir uns langsam wieder auf den Weg zurück, überqueren unten angekommen erneut die GOMS Bridge und steigen in den nächsten Zug.

  • Dauer: ca. 5 h
  • Schwierigkeit: Leicht
  • Strecke: 13 km
  • Höhe: 570 m
  • Highlights: die GOMS Bridge, der Blick ins Tal
Wanderung Goms Bridge Wallis

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SierreLeuk

Burg in Sierre auf einem Hügel im Kanton Wallis, Schweiz
Ausgangspunkt der Wanderung: Sierre

Start: Bahnhof Sierre
Ziel: Bahnhof Leuk

Der Pfynwald eignet sich hervorragend für herbstliche Wanderungen im Wallis. Ausgangspunkt ist der Bahnhof in Sierre, denn dann führt der Weg in den Wald direkt am Lac de Gérone vorbei. Der See hat dabei alles, was ihr euch wünschen könnt: Er ist umgeben von Bäumen, zeigt sich in strahlendem Türkis und spiegelt die bergige Kulisse im Hintergrund.

Von hier aus geht es weiter, ein Stück durch die Stadt, bis wir in den Wald gelangen. Hier eröffnet sich uns ein riesiges Netz von Wanderwegen.Wir nehmen für unsere kurze Runde den direkten Weg nach Leuk, aber natürlich habt ihr unzählige weitere Möglichkeiten. Ebenfalls im Pfynwald findet ihr nämlich z.B. auch eine tolle Hängebrücke, die Bhutanbrücke. Sie wurde 2005 gemeinsam mit dem Königreich Bhutan errichtet und erinnert mit ihren wehenden Gebetsfahnen an das asiatische Land.

Aber nicht nur die Brücke findet ihr im Wald. Auch viele kleine Weiher umgeben von Bäumen laden ein, hier seine Zeit zu verbringen. Stille Ecken, in denen wir gerne die Ruhe genießen. Ab und zu lässt sich ein kleines Eichhörnchen blicken. Neben klassischen Waldtieren sind hier zahlreiche Vogelarten zu Hause, die das Gebiet nicht nur für Hobby-Ornitologen zu etwas ganz Besonderem machen.

Übrigens: Der Wald ist nicht nur die Sprachgrenze zwischen deutschsprachigem Ober- und französischsprachigem Unterwallis, sondern war früher auch eine gefürchtete Gegend. Im Schutz der Bäume trieben jede Menge Räuber ihr Unwesen, sodass Händler lieber einen großen Bogen um den Wald machten.

Nach nur wenigen Höhenmetern und rund 2 Stunden Wanderung durch den Wald erreichen wir Leuk/Susten. Wer mag, schaut sich hier noch Leuk-Stadt mit dem wunderschönen Schloss an. Wer genug hat, der steigt in Leuk einfach in den nächsten Zug.



Weiher im Naturpark Pfynwald im Wallis, Schweiz
Einer der vielen Weiher im Pfynwald
  • Dauer: ca. 3 h
  • Schwierigkeit: Leicht
  • Strecke: 13 km
  • Höhe: 570 m
  • Highlights: der Lac de Géronde in Sierre, die stillen Weiher im Wald
Wanderung Pfynwald Sierre Leuk Wallis

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LeukerbadGemmipass

Beeindruckende Felswände, die es zu erklimmen gilt

Start: Bahnhof Leuk
Ziel: Bahnhof Leuk

Eine kurze, aber anstrengende und wunderschöne Wanderung im Wallis führt von Leukerbad zum Gemmipass. Nach Leukerbad kommt ihr bequem mit dem Bus ab Leuk. Dann geht es zu Fuß weiter, erst ein kleines Stückchen durch den Ort, dann durch grüne Wiesen und kleine Waldabschnitte.

Und dann geht es steil bergauf. Für ca. 2 Stunden wandern wir die steile Felswand hinauf, die von unten nicht so wirkt, als gäbe es überhaupt einen Weg nach oben. Tatsächlich ist der Wanderweg aber recht breit ausgebaut und teilweise mit Treppenstufen versehen. Bald liegt auch der erste Schnee auf dem Weg, bis wir auf den letzten Metern durch eine dicke Schneedecke stapfen. Während es an einem sonnigen Oktobertag noch 16 Grad in Leukerbad waren, ist hier oben der Gefrierpunkt erreicht.

Zu dieser Wanderung also unbedingt wärmere Sachen mitnehmen!

Wer mag, kehrt oben im Restaurant Wildstrubel ein (das Restaurant hat eine tolle Aussichtsplattform!) und stärkt sich, bevor es wieder hinab geht. Alternativ nutzt ihr die Seilbahn, die euch bequem nach Leukerbad zurückbringt. Aktuelle Infos zum Fahrplan gibts hier: https://www.gemmi.ch/home/

Übrigens: Wer die kurze Wanderung etwas ausdehnen möchte, findet hier oben auf dem Gemmipass allemal die Möglichkeit dazu. Hier könnt ihr bis ins Berner Oberland wandern, einen Abstecher zum Daubensee machen oder einfach die atemberaubende Aussicht auf die Alpen genießen.

Die Aussichtsplattform am Waldstrubel Hotel
  • Dauer: ca. 2,5 h
  • Schwierigkeit: Mittel – Schwer
  • Strecke: 5 km
  • Höhe: 950 m
  • Highlights: das Gefühl, den steilen Weg geschafft zu haben, der Ausblick auf die Alpen, ein heißer Tee oben im Hotel Wildstrubel

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