Auswandern

Auswandern in die Schweiz

Im Frühjahr 2020 starteten wir unser großes Abenteuer namens Auswandern in die Schweiz. Ohne jemals dort gewesen zu sein (na gut, Bertal war zum Vorstellungsgespräch für seinen Job einen halben Tag lang da) ging es los.

Auswandern. Schweiz. Wir. Uns gingen unendlich viele Fragen durch den Kopf. Was müssen wir wohl alles beachten? Was kommt auf uns zu? Und wie teuer ist das Leben dort wohl? Die Erzählungen von Urlaubern, die im Restaurant umgerechnet 30 Euro für einen Teller Pasta hatten zahlen müssen, kennen wir alle sicherlich nur gut genug.
Wir suchen online nach Hilfe. Googlen „Auswandern Schweiz Checkliste“ und „Auswandern Schweiz Erfahrungen“. Wir wühlen uns durch Blogs und Foren, durch offizielle Dokumente und mehr als unwissenschaftliche Listen zu den angeblich durchschnittlichen Preisen und Lebenshaltungskosten in dem schönen Alpenland.
Und am Ende? Da sind wir eigentlich genauso schlau wie zuvor. Es scheint, als müssten wir unsere ganz eigenen Erfahrungen mit dem Auswandern in die Schweiz machen. Und von denen berichten wir euch in den nächsten zwei Absätzen.

In die Schweiz auswandern: Tipps

Wir wollen euch an dieser Stelle nicht mit Bürokratie langweilen. Nur so viel: Bertals Arbeitgeber war uns eine große Hilfe bei der Beschaffung einer Arbeitserlaubnis und eines Ausländerausweises (ja, so heißt das hier wirklich). Wenn auch ihr plant, in die Schweiz auszuwandern, ist unser Rat daher: Fangt mit der Jobsuche an. Ohne Job ist es nicht ganz so leicht, in dem kleinen Nicht-EU-Land Fuß zu fassen.
Übrigens: Die Schweiz gilt als Steuerparadies. Was viele nicht wissen ist aber, dass der Steuersatz in der Schweiz ist von Kanton zu Kanton unterschiedlich ist. Wir wohnen mit dem Walls in einem der Kantone mit dem niedrigsten Steuersatz. Eine große Hilfe beim Berechnen eures vielleicht zukünftigen Nettoverdienstes ist daher der Lohncomputer. Hier gebt ihr nur euren Kanton und das entsprechende Gehalt inklusive einiger anderer Daten ein und erhaltet eine Prognose eures Nettogehalts.

Nachdem ihr sichergestellt habt, dass ihr ganz legal in die Schweiz auswandern dürft, braucht ihr eine Krankenversicherung. Die sucht ihr euch selbst, ähnlich wie eine private Versicherung in Deutschland. Ein für Neulinge auf den ersten Blick recht kompliziertes Modell, in dem ihr selbst festlegen könnt, wie hoch euer monatlicher Beitrag ist. Das hat man dank gut erklärter Youtube-Videos allerdings auch früher oder später durchschaut, sodass man die Angebote verschiedener Krankenkassen dann guten Gewissens vergleichen kann.

Das war es eigentlich auch schon. Jetzt noch eine Wohnung und ein Bankkonto suchen, und das Abenteuer Auswandern Schweiz kann starten.

Auswandern in die Schweiz: Erfahrungen

Kommen wir nun aber zu den wichtigen Dingen im Leben. Wie war es denn nun? Aus der Groß- in die Ministadt. Vom grauen Berlin ins sonnige Visp?

Wir können sagen: Ab der ersten Sekunde an haben wir uns in der Schweiz zuhause gefühlt. Unglaublich nette, hilfsbereite und zumeist auch fröhliche Menschen haben uns den Start in diesem Land wahnsinnig erleichtert. Und natürlich die tolle Natur, von der wir immer noch begeistert sind. Genaueres erzählen wir euch aber natürlich nach und nach in unseren Blogbeiträgen zur Schweiz. Von A wie Aletsch bis Z wie Zermatt.

Lebenshaltungskosten in der Schweiz

Und die Lebensmittelpreise? Die sind tatsächlich höher als in Deutschland. Vor allem bei tierischen Produkten, Tiefkühlware und Convenience-Food muss man hier tiefer in die Tasche greifen. Grob geschätzt kosten diese Lebensmittel in der Schweiz das Doppelte. Gemüse, Reis und Nudeln unterscheiden sich hingegen kaum. Natürlich gibt es auch hier in der Schweiz Discounter, bei denen alles nochmal ein Stückchen günstiger und näher an den deutschen Preisen ist.

Einen sehr deutlichen preislichen Unterschied spüren wir auch beim auswärts Essen. Berlin gilt als eine der günstigsten Städte für gemeinsame Mittag- oder Abendessen in Restaurants, Imbissen und Lokalen.
Aber ein vollwertiges Gericht für 6,50 €? Nicht in der Schweiz. Tatsächlich starten die günstigen Imbissgerichte hier meist bei umgerechnet 12-13 €. Für Fondue, Racelette, Pizza und Pasta kommen dann pro Gericht aber auch mal 25 € zusammen. Ein gutes Steak liegt noch einmal darüber. Laut Bertal schlägt sich der Preis aber auch im Geschmack nieder. Das kann ich als Veganerin natürlich aber nicht beurteilen :)

Thema Mieten: Ob euch die Preise für eine Wohnung hier eher hoch oder eher sehr sehr hoch vorkommen, hängt sicherlich davon ab, wo ihr herkommt. Für Münchener und Hamburger wird es kein allzu großer Sprung sein, und auch wir als Berliner sind inzwischen hohe Mietpreise gewöhnt. Kommt ihr aus einer Kleinstadt mit besonders niedrigen Preisen, werden euch die Wohnungsangebote vermutlich erst einmal den Mund offen stehen lassen. Aber keine Sorge – die Löhne sind tatsächlich so hoch, dass man sich diese Mieten leisten kann.

Habt ihr noch Fragen zum Auswandern in die Schweiz? Wir beantworten sie euch gern. Schreibt uns einfach über das Kontaktformular oder an kontakt@sofarawayfromberlin.de

Wir freuen uns, von euch zu hören!

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