RECAP | Juni 2021 – Sommer in der Schweiz

Heute starten wir ein neues Experiment. Auf unserem Blog teilen wir viel über unsere Reisen, Erlebnisse und Erfahrungen. Aber wer sind wir eigentlich und wie sieht unser Alltag aus?

Das möchten wir in Zukunft einmal im Monat zum Thema unseres Blogs machen. Was haben wir in den letzten 30 Tagen gelernt, was haben wir entdeckt, was hat uns beschäftigt? In unseren RECAPS möchten wir das und vieles mehr thematisieren. Ein kleiner Einblick hinter die Kulissen quasi. Aber nicht nur das: Wir möchten mehr mit euch in den Austausch treten, andere Meinungen und Erlebnisse hören.

Starten wir also mit unserem Juni.

Die Sache mit der Corona Impfung

Der Juni stand ganz im Zeichen unserer zweiten Covid-Impfung. Warum? Weil sie uns wirklich komplett aus der Bahn geworfen hat. Aber starten wir von Anfang an: Unser zweiter Impftermin fiel auf einen Samstag um 14.30 Uhr. Da vormittags also genügend Zeit war, entschieden wir uns dazu, einkaufen zu fahren. Da wir kein eigenes Auto besitzen nehmen wir alle zwei Wochen dafür das Carsharing-Auto aus dem Nachbardorf. Good to know: Das Nachbardorf liegt auf 1200 Metern Höhe, wir müssen es also mit der Seilbahn erreichen. Soweit so gut.

Da wir den Wagen natürlich auch dort oben wieder abgeben mussten, haben wir uns gedacht, dass wir doch einfach den Weg hinunter zur Impfung wandern könnten. Zweieinhalb Stunden hatten wir dafür eingeplant. Sollte klappen.

Womit wir nicht gerechnet haben: Dass wir uns auf einmal verlaufen. Zunächst sind wir links abgebogen und standen dann vor einer Kuhweide. Nicht weiter ungewöhnlich, die Wanderwege führen hier oft über Weiden. Wir haben also den Zaun geöffnet und sind nichtsahnend hindurchmarschiert. Als wir aber auf der anderen Seite der Weide angekommen waren und keine Möglichkeit gefunden haben, diese hier wieder zu verlassen, dämmerte es uns schon – das hier war wohl nicht die richtige Abzweigung gewesen. Das erklärte natürlich auch, warum auf der Weide kein deutlicher Wanderweg mehr zu sehen gewesen war. Also wieder zurück. Aber natürlich nicht allein – plötzlich galoppierten ungefähr zwei Dutzend Ehringerkühe auf uns zu. Versperrten uns den Weg, liefen uns in die Quere, stupsten uns neugierig an.

So richtig kamen wir nicht weiter. Also teilten wir uns auf. Ich ging voran, in der Hoffnung dass zumindest ein Teil der Kühe mir folgen würde. Bertal klatschte immer wieder laut in die Hände, was ihm zumindest kurzfristig etwas Ruhe bescherte. Irgendwie haben wir es dann geschafft, zum Zaun der Weide zurückzugelangen, hindurchzuschlüpfen und auf schnellstem Wege wieder zurückzulaufen.

Viel Zeit, darüber nachzudenken, dass unsere Begegnung auch nicht so friedlich hätte enden können, hatten wir nicht. Durch unsere kleine Aktion hatten wir locker 20 Minuten verloren, die wir jetzt aufholen wollten. Also ein Stück den Weg zurück und an der letzten Gabelung in die andere Richtung gelaufen. Wieder überquerten wir eine Kuhweide, dieses Mal mit weitaus entspannteren Kühen und einem Ein- und auch einem Ausgang.

Und dann standen wir plötzlich bei einem älteren Ehepaar auf der Terrasse. Die beiden saßen gerade in Badekleidung beim Mittag, als wir sie überraschten. Etwas überrumpelt erklärte der ältere Herr uns, dass wir wohl schon vor einiger Zeit falsch abgebogen wären und eine ganze Weile zurücklaufen müssten.

Pünktlich zur Impfung? Das konnten wir uns in dem Moment abschminken. Aber eine andere Wahl als noch einmal zurück hatten wir nicht. Also wieder über die Kuhweide und noch einmal etwa 15 Minuten den Berg wieder hoch. Bei 35 Grad. In der Mittagssonne. In Jeans. Wir müssen euch nicht extra sagen, dass das nicht optimal war, oder?

Aber letztenendes haben wir es geschafft. Wir haben den richtigen Weg gefunden, liefen die rund 500 Höhenmeter so schnell es ging herunter, kamen eine halbe Stunde zu spät zur Impfung, was aber zum Glück kein Problem war.

Die Corona Impfung: Nebenwirkungen

Nach Hause sind wir dann aber lieber mit dem Zug gefahren. Das war wahrscheinlich auch gut so, denn während Bertal noch fröhlich grillte, setzten bei Miriam Müdigkeit, Fieber und Schüttelfrost ein – etwa zwei Stunden nach der Impfung. Später kamen Übelkeit, Kopf- und Gliederscherzen hinzu. Bei Bertal ging es nachts gegen 3 Uhr los. Wir beide waren den kompletten Sonntag über ans Bett gefesselt und auch am Montag noch nicht wieder fit. Ab Dienstag wurde es dann langsam besser.

Wir müssen beide sagen, dass wir nicht mit so heftigen Nebenwirkungen gerechnet haben. Uns ging es wirklich richtig schlecht und wir sind froh, dass der ganze Spuk nach 2 Tagen wieder vorbei war. Wir möchten niemanden entmutigen und stehen voll hinter der Impfung – sind aber wirklich erleichtert, es hinter uns zu haben.

Sommer im Berner Oberland

Bevor es die zweite Impfung für uns gab, stand allerdings noch ein Ausflug ins Berner Oberland an. Zumindest für eine von uns – denn Bertal hatte ein paar Tage zuvor eine kleine OP an der Stirn. Die Stelle wurde zugenäht und war so angeschwollen, dass er an dem Wochenende leider das Bett hüten musste.

Also machte ich mich allein auf den Weg. Nach Bern zu meinem Bruder, wo mein Papa schon seit Dienstagabend zu Besuch war. Wir verbrachten viel Zeit in Bern, unternahmen aber auch einige Ausflüge ins Umland, unter anderem nach Grindelwald. Hier, in einem der bekanntesten Orte der Schweiz, war mein Papa bereits als Kind unterwegs, sodass ihn viele schöne Erinnerungen mit der Gegend verbinden. Wir fuhren zusammen mit der Seilbahn auf den First, weil wir nicht ganz sicher waren,ob wir die gesamte Strecke nach oben laufen können würden. Das ganze dauerte mehr als 30 Minuten und wäre zu Fuß sicherlich ziemlich anstrengend geworden. Leider mussten wir oben feststellen, dass wegen des Schnees, der hier noch immer lag, fast alle Wanderwege gesperrt waren.
So blieb uns nur der Weg nach unten. Nachdem wir uns den Tissot Cliff Walk kurz angeschaut hatten und oben gefrühstückt hatten, machten wir uns auch schon gemütlich auf den Weg. Etwa 2,5 Stunden lagen vor uns – die dehnten wir mit einem Stopp in einer Hütte aber nochmal um etwa eine Stunde aus.

Während des gesamten Weges hatten wir eine tolle Sicht auf den Eiger und ins Tal, sodass die Zeit wirklich wie im Flug verging. Wir durchquerten kleine Waldabschnitte, Kuhweiden und passierte einige schöne Wasserfälle. Am späten Nachmittag kamen wir dann wieder in Grindelwald an und machten uns auf den Weg nach Hause.

Der Ausflug war wirklich richtig schön und wir können euch nur empfehlen, Grindelwald trotz seines Status als Touri-Hotspots einmal zu besuchen. Während es im Ort ziemlich voll ist, kann man den Mengen auf den umliegenden Bergen nämlich ziemlich gut entgehen.

Ein Tag am Lac Léman

Eine Woche nach unserer Impfung stand der Geburtstag meines Bruders an. Den Tag verbrachten wir am Lac Léman, dem Genfer See. Kurz nach der Ankunft entdeckten wir in Montreux einen Vietnamesen – unser Mittagessen war gefunden. Weder bei uns im Oberwallis noch bei meinem Bruder in Bern konnten wir bislang vietnamesisches Essen entdecken, weshalb wir inzwischen echte Sommerrollen-, Pho- und Reisnudelsalatmeister sind.

Danach sind wir zum Schloss Chillon geschlendert und von dort aus an der Promenade entlang nach Vevey spaziert. Das waren rund 15 km – danach war es natürlich direkt Zeit für den nächsten Snack. Neben gutem vietnamesischen Essen haben wir bislang auch noch keine guten Falafel im Wallis entdecken können. Anders hier in Vevey. Im Le Syrien arbeiten wunderbar herzliche Menschen, die tolle Falafel machen, die wir, wann immer wir am Genfer See sind, irgendwie in unsere Tagesplanung integrieren.

Anschließend standen Drinks auf dem Programm. Bei einem schönen Sonnenuntergang gab es direkt am Ufer auf dem neu eröffneten Holzsteg Mojitos und Aperol Spritz. Mit dem letzten Zug um 23.00 Uhr ging es dann für uns nach einem wunderschönen Tag am See nach Hause.

Und auch euch können wir einen Trip an die Montreux Riviera nur empfehlen. Deshalb haben es Montreux und Vevey auch in unseren Blogbeitrag über tolle Sommer-Reiseziele in Europa geschafft.

Garten-Update: Und was passiert auf dem Balkon?

Wer uns auf Instagram folgt, wird vielleicht schon wissen, dass wir auf einem unserer Balkone ein kleines Gartenprojekt gestartet haben. Im Frühjahr haben wir damit angefangen, Pflanzen im Haus vorzuziehen, die wir zwischen März und April nach draußen gepflanzt haben. Durch den späten Frost und die wirklich wechselhaften Temperaturen in diesem Frühling hatten die Kleinen es besonders schwer.

Aber: Ein Großteil der Pflanzen hat die Wetterextreme überlebt und wir konnten uns im Juni über unsere erste Ernte freuen. Darunter waren jede Menge Erbsen und Himbeeren und eine Chili.

Unser gewagtestes Experiment waren eine Reihe von Okrapflanzen, die hier im sonnigen Wallis eigentlich gut gedeihen sollten. Nun lässt uns das Wetter in diesem Jahr ziemlich im Stich, sodass die Pflanzen vermutlich nicht unter den besten Bedingungen wachsen können. Dass sie ihre Blüte nur für maximal 24 Stunden öffnen, ist dabei natürlich wenig hilfreich. Wir halten euch auf jeden Fall auf dem Laufenden, ob wir uns in diesem Jahr doch noch über eine Okraernte freuen können.



Wie war euer Juni? Seid ihr schon geimpft? Was war euer Highlight des Monats?

Schreibt uns doch mal – wir freuen uns von euch zu hören!

Wenn ihr noch mehr Behind the scenes-Content möchtet, dann folgt uns doch gern auf Instagram.

Folgen:

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Instagram
51   678
32   715
40   1148
30   720
29   1189

Folge auf Instagram

Keinen Post verpassen:


Habt eure Lieblingsbücher auf Reisen immer dabei //Werbung
Unsere Kreditkarte // Werbung
Werbung